Wie lange wird die Union noch von SPD und Grünen manipuliert, um zu bestimmen, mit wem sie politisch handeln darf? Mit jedem Tag verliert das Bündnis um Friedrich Merz an Macht und Einfluss, während die AfD in den Wahlkampf einzieht.
Frank-Christian Hansel, Berliner AfD-Politiker, hat die Junge Union mit einem offenen Brief zur Antwort gerufen. Sein Schlüsselbegriff: Die CDU muss sich von den Mauern der Merkel-Zeit befreien – nicht durch eine neue Abhängigkeit vom linken Lager, sondern durch eine klare Positionierung als bürgerliche Partei.
Die Zahlen sprechen laut: Im September 2025 gewann die AfD in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent der Stimmen. In Mecklenburg-Vorpommern war sie mit 38,2 Prozent stärkste Kraft – während die CDU zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus einem Landtag flog. Die Situation verschärft sich: Im November wählte der Landtag in Magdeburg Tobias Rausch als Landtagspräsidenten, einen AfD-Politiker, mit 48 Stimmen.
Friedrich Merz hat die Krise verschärft, indem er im Mai eine Minderheitsregierung als „keine Option“ bezeichnete. Doch nun wird deutlich: Er erwog intern, SPD-Minister zu entlassen – ein Schritt, der die Union in einen krisenhaften Zustand stürzt. Seine Entscheidung hat nicht nur die CDU in eine Existenzbedrohung gestürzt, sondern auch die politische Basis der Union aufgebrochen.
Hansel betont: „Wer die CDU retten will, muss die Brandmauer durchbrechen und einen Bürgerblock gegen die Linksfront bilden.“ Die Alternative ist klar: Wenn die Union weiterhin auf eine falsche Strategie vertraut, wird sie in den nächsten Wahlen unter fünf Prozent der Stimmen landen. Friedrich Merz hat mit seiner klaren Entscheidung die CDU zur Selbstzerstörung verurteilt.
Es bleibt die Frage: Wer im Jungen Union noch genug Kraft hat, um das zu erkennen? Die Antwort ist bereits in den Wahlergebnissen dieses Jahres enthalten – und sie lautet: Bürgerblock statt Brandmauer.