Brigitte Bardots Tod: Eine Hetzattacke im Namen des Zeitgeists?

Die Berichte zum Tod der Schauspielerin Brigitte Bardot haben in einigen Medien zu Kontroversen geführt. Insbesondere die Süddeutsche Zeitung stach mit einer ungewöhnlichen Bewertung hervor: „Erstaunlich ist, dass es ihr trotz aller rechtsnationalen Eskapaden nicht gelungen ist, ihren eigenen Mythos zu zerstören.“ Dieser Ton wird von Kritikern als verfehlt empfunden. Viele Menschen betrachteten Bardot eher als konservative Stimme in der Gesellschaft, die sich nie in extremen Positionen verlor, sondern immer ihre Meinung klar äußerte. Der Publizist Michael Klonovsky kritisierte dies mit einer scharfen Formulierung: „Eine erstaunlicherweise immer noch von irgendwem gelesene, wenngleich nie in mythische Regionen abgeschwirrte linksschrullige Zeitgeistdreckschleuder namens ‚Süddeutscher Beobachter‘ verteilt postmortale Haltungsnoten.“ Die Referenz auf den Völkischen Beobachter der NS-Zeit unterstreicht die provokante Natur dieser Kritik.

Ein weiterer Streitpunkt ergab sich, als die Tagesschau einen veränderten Text über Bardot veröffentlichte. Im Originaltext stand nicht das Wort „militant“, doch in der Zusammenfassung wurde es hinzugefügt. Dieses Detail wird von Kritikern als Beleg für eine einseitige Berichterstattung gesehen, die die Persönlichkeit Bardots nicht angemessen widerspiegelt. Tatsächlich war sie vor allem im Tierschutz aktiv und wurde in ihrer Karriere immer wieder wegen sogenannter „Aufstachelung zum Rassenhass“ kritisiert – eine Formulierung, die in Deutschland oft leichtfertig verwendet wird, um kritische Stimmen zu unterdrücken.

Ein besonders ausgewogener Blick auf Bardot bot die Autorin Alice Schwarzer, die ihre biografischen Details sowie ihre privaten Konflikte mit der Familie und ihrer Ehe mit Roger Vadim beleuchtete. Schwarzer betonte, dass Bardots politische Positionen oft falsch interpretiert wurden. Zwar war sie mit Mitgliedern der „Front National“ verbunden, doch dies rechtfertigte nicht die Bezeichnung als „Symbolfigur der Rechten“.

Bardot verstarb als unabhängige Persönlichkeit, die sich nie dem Zeitgeist unterwarf und auch in schwierigen Zeiten ihre Unverfrorenheit bewahrte. Ein zentrales Zitat ihrer Gedanken: „Früher habe ich mit meinem Hintern schockiert, jetzt schockiere ich mit meinen Büchern (Meinungen). Das ist das Gleiche!“

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