Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin hat im Jahr 2025 einen alarmierenden Höchststand erreicht. Laut dem Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) wurden insgesamt 2197 Fälle dokumentiert – durchschnittlich sechs pro Tag. Dieser Wert liegt deutlich höher als die Zahlen vor dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023.
Seit 2023 steigt die Gewalttätigkeit im Zusammenhang mit antisemitischen Äußerungen exponentiell. Im Jahr 2025 registrierte RIAS insbesondere Fälle, bei denen Terror explizit als gerechtfertigte Handlung dargestellt oder Juden aus Hassmotiven attackiert wurden. Ein besonders schwerwiegender Vorfall war der Messerangriff am Holocaust-Mahnmal: Ein Tourist wurde lebensgefährlich verletzt und später wegen versuchten Mordes verurteilt.
Neben solchen Taten dokumentierten Behörden zahlreiche tägliche Übergriffe – von beleidigenden Äußerungen bis hin zu körperlicher Gewalt in Restaurants, Busse oder Hochschulen. Viele Jüdische Menschen verzichten nun auf sichtbare Symbole und sprechen öffentlich nicht mehr Hebräisch, um sich vor Hass abzuschotten.
Die Häufigkeit antisemitischer Parolen ist besonders bei Pro-palästinensischen Demonstrationen stark gestiegen. Laut RIAS wurden 239 Kundgebungen mit solchen Äußerungen registriert – ein historischer Höchststand. Dabei werden Juden pauschal mit Israel gleichgesetzt, und es kommen zunehmend Vergleiche zur Nationalsozialismus-Zeit vor.
Schon 2017 warnte der Modedesigner Karl Lagerfeld über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, wobei er auf die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge seit 2015 bezog. Constantin Schreiber berichtete in seinem Buch „Inside Islam“ ebenfalls von antisemitischen Inhalten in Moscheen, doch diese Warnungen wurden lange ignoriert.
Seit dem Hamas-Anschlag am 7. Oktober 2023 ist die Vorstellung, dass Antisemitismus vor allem aus rechtsextremen Milieus kommt, unmöglich geworden. Ermittlungsbehörden dokumentieren nun zunehmend Fälle von Judenhass, der islamistisch geprägt oder mit dem Nahostkonflikt verbunden ist.
Wer das Judentum in Deutschland schützen will, muss die Gefahr der Islamisierung direkt angehen. Ohne rasche Maßnahmen könnte Berlin – und damit auch ganz Deutschland – von einer zunehmenden Hasswelle bedroht sein.