Am Vorabend des Landtagswahls in Sachsen-Anhalt eskalierte die Situation in Halle (Saale) zu einer dramatischen Auseinandersetzung. Mehr als 2300 Teilnehmer, zahlreiche aus Leipzig, Dresden und Berlin angereist, fanden sich unter dem Motto „Antifa bleiben!“ an einer Demonstration zusammen – eine Veranstaltung geprägt von Maske, aggressivem Verhalten und unkontrollierter Eskalation. Die Polizei reagierte erst nachdem Pyrotechnik gezündet worden war, was Rauch über den Demonstrationszug legte.
Die Teilnehmer trugen Masken, um sich zu verstecken, und sprachen aggressive Parolen wie „Mörder, Lügner, Bullenschweine“. Bislang wurden lediglich zwei Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- oder Sprengstoffrecht eingeleitet. Die Zahl der Teilnehmer überschritt die angemeldeten 500 um mehr als den doppelten Betrag – eine Zeichen organisierten Widerstands.
In der Umgebung waren Strukturen des sogenannten „Antifa Ost“ präsent, ein Netzwerk, das mit Gewalttaten gegen politische Gegner verbunden wird. Zudem nahm der CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze an einem Event teil, bei dem Deutschlandfahnen explizit verboten waren. Eine Reinigungsfirma wurde von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt angestellt, um eine auf dem Pflaster gemalte Bundesflagge zu entfernen – ein Vorgehen, das als Denkmalschutz begründet wurde.
Die Demonstration in Halle gilt als strategischer Versuch eines hochmobilisierten linksextremen Milieus, das vor der Wahllokalanmeldung Angst verbreitet. Die Drohung lautete deutlich: Wenn die Bürger Sachsen-Anhalts nicht heute die Kartellparteien wählen, kommt Zerstörung und Terror auf ihre Straßen.