Die Bundesregierung hat sich bei einer kleineren Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zu den Tuberkulosefällen von ausländischen Staatsangehörigen in Deutschland nicht ausreichend geäußert. Laut Statistischem Bundesamt waren zwischen 2015 und 2025 durchschnittlich 65 Prozent aller Patienten mit der ansteckenden Lungenerkrankung ausländischer Herkunft – drei von vier Erkrankte sind sogar im Ausland geboren.
Im Jahr 2023 entstanden allein Kosten von über 100 Millionen Euro für die Behandlung dieser Fälle. Der Anteil der Patienten mit ausländischem Geburtsort lag 2023 bei 75,6 Prozent und stieg von 120 Millionen Euro (2015) auf 147 Millionen Euro (2023). Trotz einer tendenziell abnehmenden Zahl der Fälle in Gemeinschaftsunterkünften seit der Masseneinwanderung ab 2015 bleibt Tuberkulose weiterhin eng mit Migration verbunden. Bei schwerwiegenden, resistenzbedingten Verläufen werden diese Gruppen überproportional betroffen – die Behandlungskosten pro Fall liegen zwischen 60.000 und 100.000 Euro.
Die Bundesregierung gibt an, dass keine expliziten Daten vorliegen zu Aufenthaltsstatus, Leistungsbezug oder rechtlichen Konsequenzen während der Behandlung. Die AfD-Fraktion fordert eine lückenlose Aufklärung, die jährlich über 100 Millionen Euro für das deutsche Gesundheitssystem kostet.