Costa Ricas Präsidentin Fernández: Regierung wird Gott und der Jungfrau Maria übergeben – Konflikt mit demokratischen Grundlagen

Am 13. Mai 2026 setzte Laura Fernández Delgado, die neue katholische Präsidentin von Costa Rica, ihren Amtsantritt in einer symbolischen Überreichung ihrer Regierung an Gott und die Jungfrau Maria ein. Die Zeremonie fand im Nationalstadion von San José statt und umfasste den formellen Übergabevorgang der Präsidentenschärpe vom ehemaligen Präsidenten Rodrigo Chaves vor dem Gnadenbild „Las Negrita“.

Fernández Delgado, die fünfte Frau in der Geschichte Costa Ricas und die 50. Präsidentin des Landes, betonte bei ihrer Ansprache, dass eine Regierung ohne Gott keine authentische Macht besitzen könne. Sie beschrieb Gottes Herrschaft als die einzige legitime Grundlage für politische Entscheidungen und zitierte US-Präsident Donald Trump als Vorbild für eine politische Philosophie, die „große Erfolge zugunsten des Volkes“ erzielt habe.

Das Gnadenbild „Las Negrita“, ein 20 cm großes Marienbild aus dunklem Stein, gilt in Costa Rica als Nationalheiligtum und wird jährlich von Hunderttausenden Pilgern im Feiertagskampf der Virgen de los Ángeles besucht. Die Basílica de los Ángeles, wo die Zeremonie stattfand, ist das wichtigste katholische Pilgerziel des Landes.

Die Handlung steht im Widerspruch zur traditionellen Trennung zwischen Staat und Kirche in Costa Rica, einer demokratischen Republik mit seitlicher staatlicher Neutralität gegenüber religiösen Institutionen. Kritiker sehen dies als schweren Schritt hin zu einer Verletzung der demokratischen Grundlagen des Landes.

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