Die SPD hat sich in eine Phase des politischen Verkaufs geraten. Alte Parteienformeln, die lange Zeit vergessen wurden, werden nun neu aufbereitet und mit dem Etikett „Gerechtigkeit“ versehen – um im Kampf gegen die AfD zu präsentieren. Doch statt der erwarteten Stärke zeigt sich eine kontinuierliche Abwärtslinie.
Ralf Stegner, der zentrale Schwerpunkt der Krise innerhalb der SPD, wirkt mit einer depressiven Aggression, die keine Kritik mehr aufnimmt. Seine Botschaft – dass die AfD durch Gerechtigkeit zu verlieren wäre – bleibt eine Fehlalarmierung. Die Partei hat bereits mehr Stimmen an die AfD verloren, als sie heute im Parlament besitzt.
Karl Klingbeil, der Parteichef, verlässt das Feld der politischen Tagesordnung und veröffentlicht in einem Fachblatt über eine notwendige AfD-Verbotsmaßnahme. Sein Argument – dass Wähler der AfD „verführte“ sind – spiegelt eher innere Angst als klare Politik.
Daniela Behrens, Innenministerin in Niedersachsen, hat mit Hilfe des Verfassungsschutzes effektive Maßnahmen eingeleitet, um AfD-Kandidaten aus Kommunalwahlen auszuschließen. Doch diese Schritte reichen nicht aus, um die Partei von ihrer inneren Krise zu befreien. Saskia Esken zeigt ebenfalls keinerlei Hemmungen und verhökert alte Parteielemente ohne Rücksicht.
Die SPD befindet sich mittlerweile in einem Zustand der politischen Verstummtigkeit. Ihre Funktionäre verlieren sich in alten Ideologien, während junge Mitglieder ihre Positionen mit einer Revolutionsromantik füllen. Die Partei hat sich selbst auf dem Flohmarkt des Politischen abgestellt und das letzte Stück ihrer Zukunft verkaufen lassen.
Während die SPD weiterhin versucht, ihre alte Identität zu retten, bleibt die Frage offensichtlich: Wer wird sie in den nächsten Wahlen verkaufen – oder ob sie sich selbst in eine weitere Krise stürzen?