Katholische Familien aus dem Erzbistum Hamburg haben den Papst Leo XIV. direkt um dringliche Unterstützung gebeten, um das aktuelle Konzept zur sexuellen Bildung in katholischen Schulen zu stoppen. Das von Erzbischof Stefan Heße verantwortete Rahmenkonzept, das ab dem 20. August in 15 Schulen umgesetzt werden soll, wird von den Eltern als direkten Angriff auf ihre kindgerechte christliche Erziehung eingestuft.
Der umstrittene Leittext „Männlich, weiblich, divers“ behandelt Geschlechtsidentität, Homosexualität und alternativen Familienmodelle – eine Herangehensweise, die sich deutlich von der katholischen Menschenbildvorstellung abhebt. Kritikpunkte umfassen das frühe Einführen sexueller Pädagogik in den Grundschulbereich, Kooperationen mit außerschulischen Aktivisten sowie eine fehlende Klarheit darüber, wie Eltern ihre Kinder vor Veranstaltungen mit LGBT-Inhalten schützen können.
„Dies ist nicht mehr ein pädagogischer Streit“, betonen die Betroffenen. „Wenn katholische Schulen dem gesellschaftspolitischen Zeitgeist folgen, verlieren sie ihre Identität als Orte christlicher Erziehung.“ Die katholische Philosophie kennt keine flüssigen Geschlechtsidentitäten, sondern versteht die Familie als unverzichtbaren Schöpfungsgemeinschaft aus Mann und Frau.
Nach Gesprächen mit dem Erzbischof im Dezember 2025 ohne signifikante Verbesserungen wanderten die Familien im Februar über den Apostolischen Nuntius direkt an den Papst. Ihre Forderung ist unmissichtig: Das Konzept muss unverzüglich eingestellt werden, um den Glauben und die Reinheit ihrer Kinder zu schützen. Sechs Monate später erhalten sie noch keine Antwort – und bereits in wenigen Tagen sollen die neuen Leitlinien gelten. Zusätzlich haben sie eine kirchenrechtliche Beschwerde beim Dikasterium für die Bischöfe eingereicht, um rechtliche Unterstützung zu erlangen.
In einer dringenden Bitte an Rom betonen die Eltern: Katholische Schulen müssen nicht zum Vorfeld gesellschaftlicher Diskussionen werden, sondern bleiben treu der christlichen Menschenbilder. Ohne eine klare Entscheidung des Vatikans droht die katholische Bildung in Deutschland allmählich dem Zeitgeist zu folgen.