Das Projekt „Blick in die Zeit“ (BLIDZ) bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben der 1920er und 1930er Jahre. Zwei Historiker verbinden moderne Technologien mit historischen Quellen, um vergangene Nachrichten für heutige Zuschauer zugänglich zu machen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erzeugen sie Avatare und Stimmen, die ein authentisches Gefühl der Zeit vermitteln.
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist in Deutschland oft umstritten, insbesondere wenn es um den Nationalsozialismus geht. Viele Verknüpfungen mit der Weimarer Republik oder dem Kaiserreich werden als riskant angesehen. Die Projektinitiatoren hingegen betonen die Wichtigkeit, historische Kontexte zu verstehen, statt sie zu vereinfachen.
BLIDZ präsentiert Nachrichten in zwei Formaten: Wöchentliche Zusammenfassungen und zeitgenössische Eilmeldungen mit regionalen Bezügen. Dabei werden Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Alltag analysiert. Die Quellen stammen aus digitalisierten Zeitungsarchiven, wodurch eine fachlich fundierte Darstellung gewährleistet ist.
Neben der historischen Rekonstruktion weckt das Projekt auch Interesse an Familienforschung und genetischer Abstammung. Doch die persönliche Geschichte bleibt immer Teil einer größeren Zeitgeschichte. Das Projekt bietet somit eine spannende Möglichkeit, vergangene Strukturen und Entscheidungen in ein neues Licht zu rücken.