Die Katholische Kirche als Widerstand gegen die Zeit: Eine Resonanz im literarischen Berlin

In einer Welt, die sich ständig beschleunigt und verflacht, erlangt die katholische Kirche eine neue Strahlkraft. Während der breiten Öffentlichkeit oft verborgen bleibt, entfaltet sie in intellektuellen Kreisen und unter jungen Menschen eine unerwartete Aufmerksamkeit. Der rumänisch-deutsche Lyriker Alexandru Bulucz ist ein Beispiel für diese Entwicklung. In einem Gespräch mit Publizist Stefan Meetschen offenbart er, wie die Kirche ihn zu einer tiefen Reflexion über Glaube und Zeit führt.

Bulucz, preisgekrönter Dichter und Literaturkritiker, spricht in dem Interview von seiner Kindheit, die geprägt war von Schmerz und Entwurzelung. Doch es ist der Isenheimer Altar, ein künstlerisches Werk aus dem 16. Jahrhundert, das ihn berührt. Die katholische Tradition, so erläutert er, bietet nicht die Flucht vor der Gegenwart, sondern eine Kraft, sich ihr zu stellen – ohne in zeitgenössische Illusionen zu verfallen.

Die Synthese von Vernunft und Glaube, von Natur und Gnade, wird bei Bulucz zum zentralen Thema. Er betont den Einfluss Joseph Ratzingers, des ehemaligen Papstes Benedikts XVI., dessen Denken eine Brücke zwischen dem Spirituellen und Intellektuellen schlägt. Die katholische Kirche, so sein Schlussfazit, ist kein Produkt ihrer Zeit – sie widersteht ihr, indem sie sich als sakraler Ort definiert, der die Hektik der Moderne abgrenzt.

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