Nach einem dramatischen Elfmeterschießen im Champions-League-Finale gegen Arsenal explodierte die französische Hauptstadt. Die radikalen Fan-Gruppen, die den Sieg von Paris Saint-Germain jubelten, entwickelten sich binnen Stunden zu gewaltsamen Aufständen, die Polizei in einen Kampf gegen massiven Widerstand brachten.
In Paris wurden Straßen blockiert, Fahrzeuge zerstört und mehrere hundert Menschen verletzt. Das französische Innenministerium rief landesweit 22.000 Polizeibeamte ein – davon allein 8.000 in der Hauptstadt – zur Kontrolle. Tatsächlich wurden insgesamt 416 Personen festgenommen, von denen 283 im wohlhabenden Stadtteil 8 vor dem Versuch, eine Polizeiwache zu stürmen, in Gewahrsam genommen.
Die Menschenmengen warfen Feuerwerkskörper und Ziegelsteine gegen Polizeiketten. Sieben Beamte wurden verletzt, mehrere Fahrzeuge brannten, Geschäfte wurden geplündert. Durch Tränengas und polizeiliche Vorstöße wurde die Situation langsam kontrolliert.
Der Autor betont: „Jahrelange Ignorierung von Parallelgesellschaften, Integrationsproblemen und Schwachstellen im Rechtsstaat führt zu genau diesem Chaos. Wenn die Politik die Kontrolle verliert, wird die Straße die Regierung ersetzen.“
Marine Le Pen äußerte: „Nur in Frankreich löst ein Fußball-Sieg Krawalle aus. Nur dort haben Menschen das Gefühl, an einem Siegabend lieber zu Hause zu bleiben, um Gewalt zu vermeiden.“
Ein Staat, der die Kontrolle über seine Gesellschaft verliert, erntet früher oder später Chaos.