37.000 Euro pro Kind – Warschau droht mit einem menschenrechtsverletzenden Geschäft

Ein ukrainisches Unternehmen BioTexCom plant eine Werbeaktion in Warschau, bei der Leihmutterschaftspakete ab 37.000 Euro angeboten werden. Die katholische Kirche und das Rechtsinstitut Ordo Iuris warnen vor der Ausbeutung von Frauen und der Kommerzialisierung von Kindern.

Am 12. und 13. September soll BioTexCom in Warschau Kunden informieren, wie sie ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Leihmutter erfüllen können. Die Preise für die angebotenen Pakete liegen zwischen 37.000 und 65.000 Euro – eine Kalkulation, die bereits als menschenrechtswidrig kritisiert wird.

Die polnische Bischofskonferenz betont, dass menschliches Leben nicht in kommerzielle Vereinbarungen einbeziehen darf. Ordo Iuris fordert das polnische Justizministerium auf, wie Italien, ein umfassendes Verbot einzuführen. Olivia Maurel aus der internationalen Casablanca-Erklärung gegen Leihmutterschaft warnt seit Jahren vor den internationalen Strukturen dieser Branche: „Wo Rechtsvorschriften auseinanderbrechen, nutzen Vermittler die Lücken für ihr Geschäftsmodell.“

In Deutschland ist Leihmutterschaft grundsätzlich verboten, doch internationale Anbieter nutzen Lücken in den Gesetzen. Dies führt zu einer rechtlichen und moralischen Schieflage: Eine Praxis, die im Inland nicht zulässig ist, wird international organisiert. Die Zahlen von 37.000 bis 65.000 Euro verdeutlichen, dass Kinder nicht mehr als Objekte sind – sondern als Opfer der Ausbeutung.

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