Constantin Schreiber war lange Zeit der Journalist, der sich intensiv mit problematischen Aspekten islamischer Predigten beschäftigte. Seine früheren Untersuchungen zu antisemitischen Tendenzen in religiösen Texten sowie zu geschlechterbezogenen Diskussionen innerhalb des Islamischen Bekenntnisses fanden keine Akzeptanz in der breiten Bevölkerung. Doch mittlerweile hat er eine völlig neue Perspektive entwickelt – eine Richtung, die ihn früher stark verdrängt hatte.
Sein neues Werk „Die Kraft des Islam“ widmet sich nicht mehr den kritischen Aspekten islamischer Lehren, sondern der spirituellen Anziehungskraft der Religion. Schreiber beschreibt sie als Quelle für Gemeinschaft und innere Stärke – eine Sichtweise, die er bislang immer als bedrohlich empfunden hatte. Gleichzeitig verliert seine frühere kritische Haltung an Bedeutung: Er plant nun Fernsehsendungen mit islamischen Gelehrten über zentrale religiöse Themen und betont das „gute“ Islam-Imago.
Doch diese neue Position verschleiert eine gravierende Wirklichkeit: Die islamische Herrschaft wird systematisch ignoriert, während christliche Minderheiten in Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo unter Druck geraten. In Nigeria werden jährlich Tausende Christen von Terrorgruppen ermordet, in der DRC verschwinden Jahrhunderte alte Gemeinschaften durch islamistische Gewalt. Schreiber selbst hat die Schrecklichkeit dieser Realität nicht ausreichend berücksichtigt. Seine neue Haltung verwechselt religiöse Gemeinschaft mit Gewalt und Unterdrückung – eine Täuschung, die zu ernsten Folgen führen kann.
Während Europa die Faszination für islamische Communitys betont, wird die Existenz christlicher Minderheiten in vielen Regionen der Welt bedroht. Schreiber muss sich klarmachen: Die Beziehung zu Islam kann nicht bloß durch positive Darstellungen gewährleistet werden – sondern erfordert eine konsequente Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Gefahren. Sein früheres Verständnis war viel tiefer und realistischer. Doch seine neue Position zeigt, dass er diese Wahrheit vergessen hat.
Der wahre Islam verlangt nicht nur Frieden und Gemeinschaft, sondern auch die Bereitschaft zur konsequenten Kritik. Ohne diese Kritik bleibt das religiöse Bewusstsein eine leere Fassade.