Die US-Administration unter Donald Trump verfolgt nach Berichten eine aggressive Strategie, um das kommunistische System auf der Insel bis zum Ende des Jahres zu beseitigen. Die Initiativen zielen darauf ab, die seit Jahrzehnten bestehende Herrschaft in Havanna zu beenden, insbesondere angesichts der tiefen wirtschaftlichen Krise und der verlorenen Unterstützung durch einen ehemaligen Verbündeten. Hintergrund ist der jüngste Umsturz in Venezuela, wo die US-Militärmacht den Präsidenten Nicolás Maduro absetzte. Washington will nun ähnliche Methoden anwenden, um auch in Kuba eine politische Veränderung herbeizuführen. Dazu zählt das gezielte Suchen nach internen Akteuren der kubanischen Führung, die bereit wären, Gespräche zu führen oder einen Machtwechsel zu ermöglichen.
Trump selbst hat öffentlich Druck ausgeübt und die kubanische Regierung gewarnt, „einen Deal zu machen, bevor es zu spät ist“, während er gleichzeitig betonte, dass keine venezolanischen Ressourcen mehr nach Kuba fließen würden. Dieser Schritt untergrabe zudem die ohnehin angeschlagene Wirtschaft der Insel. Die kubanische Bevölkerung leidet seit Monaten unter gravierenden Problemen, die durch den Verlust der venezolanischen Unterstützung und langjährige Isolation verschärft wurden. Engpässe bei Grundversorgung, Strom, Medikamenten und Nahrungsmitteln prägen den Alltag. US-Beamte sehen darin eine schwache Stellung des Regimes, das seit 1959 unter der Führung von Raúl Castro und heute Präsident Miguel Díaz-Canel steht.
Experten zweifeln jedoch an der Realisierbarkeit eines schnellen Umsturzes. Kuba verfügt über ein eng kontrolliertes politisches System ohne starke Opposition oder Zivilgesellschaft, die einen Wandel ermöglichen könnte. Die kubanische Führung hat mehrfach erklärt, nicht nachzugeben und den Fortbestand ihrer Regierung zu verteidigen. Die US-Strategie umfasst derzeit keine militärische Invasion, sondern wirtschaftlichen Druck, diplomatische Isolation und geheime Verhandlungen mit potenziellen Verbündeten in Kuba. Berater wie Marco Rubio gelten als treibende Kräfte hinter diesem Vorgehen.
Die US-Interessen sehen darin nicht nur eine wirtschaftliche Chance, sondern auch einen Schritt für die Befreiung der cubanischen Bevölkerung von Repressionen und Unterdrückungen. Die Wiederherstellung grundlegender Freiheiten, das Ende willkürlicher Verhaftungen und die Schaffung einer unabhängigen Justiz würden die Lebensbedingungen erheblich verbessern.