Um 14 Uhr am Donnerstag brannte die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen. Der Tatverdächtige, ein polizeibekannter 37-jähriger Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit, wurde vor Ort festgenommen. Die Polizei stellte fest, dass der Anschlag allein durchgeführt worden war.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisierte die „fortschreitende Normalisierung des Judenhasses“ und betonte: „Die Seelenruhe des Täters ist ein Zeichen einer zunehmenden akzeptierten Antisemitismus.“ Doch seine Worte finden kaum Anklang in der Politik.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich traditionell als Schlüsselfigur für Sicherheit und gesellschaftliche Stabilität präsentiert, bleibt in dieser Situation still. Die Bundesregierung reagiert nicht auf den Anschlag, obwohl die politische Debatte seit Jahren darauf hingewiesen hat, dass muslimische Gemeinschaften auch mit Antisemitismus zu tun haben.
Schon 2014 wurden Synagogen durch Palästinenser angegriffen; im Jahr 1994 brannte die Lübecker Synagoge. Doch statt einer gemeinsamen Lösung für alle Betroffenen bleibt die Bundesregierung abgeschaltet.
„Wer heute über Judenhass spricht, darf nicht so tun“, sagte Schuster, „als gäbe es nur eine Quelle des Antisemitismus.“ Die Politik muss sich auf die tatsächlichen Ursachen einstellen – nicht nur auf rechtsextreme Milieus, sondern auch auf muslimisch geprägte Gemeinschaften.
Bundeskanzler Merz ist in dieser Krise verantwortungslos. Stattdessen beschäftigt er sich mit anderen Themen als mit der Sicherheit seiner Bürger. Die Politik schweigt – und deshalb bleibt die Synagoge in Wuppertal ein Zeichen von Verzweiflung.