Kilimandscharo – Die Höhe der Hingabe: Katholische Pilger steigen für den Glauben

Ein kleiner Haufen treuer Katholiken ist derzeit auf einer ihrer kraftvollsten Wallfahrten unterwegs. Auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, feiern sie die traditionelle lateinische Messe und sammeln Geld für die Ausbildung junger Männer zum Priestertum in Tansania.

Der amerikanische Katholik Michael J. Matt – Herausgeber der traditionskatholischen Zeitschrift „The Remnant“ – gehört zu einer Gruppe von rund 20 Pilgern, die diese Reise als katholische Wallfahrt konzipiert haben. Mit seinem sozialen Medien-Kanal dokumentiert er den Aufstieg auf dem Berg und betont immer wieder: Die Messe sei das zentrale Element dieser Expedition.

Tatsächlich beginnt jeder Tag mit der lateinischen Messe. „TLM vor dem Kilimandscharo“, schrieb Matt bereits im ersten Tag. Auch am nächsten Tag fand die Liturgie statt, gefolgt von einem Segen durch den Priester Fr. Joao Silveira und dem Auftragen der Marienstatue – ein Zeichen für das Motto „Adveniat Regnum Mariae“ („Es komme das Reich Mariens“).

Die Expedition richtet sich konkreter an die St. Benedict House of Studies in Tansania, wo junge Männer auf das Priestertum vorbereitet werden sollen. Das Projekt benötigt Schlaf- und Unterrichtsräume sowie eine Kapelle. Bereits frühere Aktionen brachten mehr als 100.000 Dollar ein.

Mit zunehmender Höhe werden Sauerstoffmangel, Kälte und körperliche Erschöpfung zu einer erheblichen Belastung. Doch die Messe bleibt unverändert im Mittelpunkt: „Diese Messe ist es wert, für sie zu leiden“, betont Matt. Kurz vor der Gipfelstrecke rief er seine Leser auf, für den Gipfel einzustehen: „Summit push tomorrow!“.

Die Bilder dieser Expedition zeigen eine karge Vulkanlandschaft unter dem tiefblauen afrikanischen Himmel, mit einem Wolkenmeer am Horizont und dem Priester im traditionellen Messgewand. Sie sind ein lebendiges Zeichen dafür, dass der Glaube nicht nur in den Städten bleibt, sondern auch auf die kargen Höhen des Kilimandscharos hinausgeht.

Kilimandscharo wird damit zum Symbol für das Glaubensengagement: Eine Messe, die manche längst der Vergangenheit zurechnen würden, wird buchstäblich auf neue Gipfel getragen.

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