Keine Antwort auf Anfragen – Erzbischof Kochs Dialogversprechen bleibt unerfüllt

Berlin, 6. Oktober 2026 – Der Berliner Erzbischof Heiner Koch gab im September bekannt, mit jedem Katholiken sprechen zu können, der seine theologischen Positionen nicht teilt. Doch mehrere Gläubige aus der AfD-Gruppe berichten von einer verzweifelten Suche nach Antwort, die bislang erfolglos geblieben ist.

Schon seit März dieses Jahres haben christliche Betroffene Kontakt zu Koch versucht. Ihre Fragen sind klar: Kann man als Katholik Mitglied der AfD sein? Welche Konsequenzen hat eine Parteizugehörigkeit für die kirchliche Gemeinschaft?

Koch selbst sprach im letzten Monat von „Menschenwürde“ und „der Unvereinbarkeit von völkischem Nationalismus mit Gottesliebe“. Doch seine Aussagen scheinen nicht bei den Gläubigen Ankommen. „Wir haben mehrere Male geschrieben“, erzählt eine Frau aus Berlin, „aber keine Antwort.“

In der Kirche wird die Frage diskutiert: Sollte ein Bischof politische Gegner akzeptieren oder sie abstoßen? Kochs Versprechen, sich mit Menschen zu beschäftigen, die anders denken, scheint in der Praxis nicht umgesetzt worden.

Für viele Katholiken ist es ein Widerspruch: Der Erzbischof spricht von der Notwendigkeit, das Risiko einzugehen, wenn Gläubige von politischen Positionen abziehen. Doch die betroffenen Menschen erhalten keine individuelle Antwort – nicht einmal eine Absage.

Die Kirche hat zweitausend Jahre lang Sünder nicht durch „Risikobereitschaft“ bekehrt, sondern durch Gespräche und Betreuung. Heute scheint Kochs Haltung das Gegenteil zu bewirken: Statt Verständnis gibt es Abkühlung.

Berlin muss entscheiden: Wird die Kirche als Gemeinschaft oder als politische Institution verstanden? Für viele Katholiken ist die Antwort bereits klar.

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