Feindliche Übernahme innerhalb der Kirche? Bischof Schneider kritisiert historische Krise der Katholischen Kirche

Am 2. bis 4. Oktober versammelten sich in Pittsburgh Vertreter des katholischen Traditionalismus zur Catholic Identity Conference (CIC). Die Veranstaltung gilt als eines der zentralen Treffpunkte traditioneller Katholiken in den Vereinigten Staaten, deren Aktivitäten seit Jahren stark von der katholischen Kirchenkultur geprägt sind.

Bischof Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana in Kasachstan, betonte im Zentrum seiner Rede am Samstagabend, dass die gegenwärtige Krise der Katholischen Kirche nicht auf allgemeine Säkularisierung oder Glaubensverluste reduziert werden könne. Stattdessen sei das Problem tief in die hierarchische Struktur der Kirche eingedrungen – eine Entwicklung, die bereits „dreiste Häresien“ und Entwürfe der Apostasie vorsah.

Schneider kritisierte scharf den Versuch, die Kirche durch Anpassung an moderne gesellschaftliche Strukturen zu retten. Nach seiner Ansicht sei Christus nicht gekommen, um sich der Welt anzupassen, sondern um sie zu bekehren. Die „Freundschaft mit der Welt“ heiße in Wirklichkeit Feindschaft gegenüber Gott, so Schneider.

Für ihn sei die Lösung nicht Resignation, sondern ein entschlossener Schritt zurück zur traditionellen Liturgie und zum überlieferten Glaubensbekenntnis. Die aktuelle Krise sei kein Ende, sondern der Beginn des Sieges Christi – eine Hoffnung, die nur durch eine klare Verbindung an die kirchliche Tradition gewährleistet werden könne.

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