KI-Texte brauchen nicht mehr Autor – aber sie benötigen den Menschen, der das Urteil trägt

Mathias Brodkorb, ehemals Politologiestudium an der Universität München und Berliner Parlamentarier, sowie David Berger, autor des Werkes „Das hat die KI geschrieben!“, erklären gemeinsam, wie künstliche Intelligenz in der Textproduktion genutzt werden kann – ohne dass die Verantwortung verloren geht.

Brodkorb betont: „KI ist kein Autor, sondern ein Werkzeug. Wenn ich einen Text produziere, entscheide ich allein, ob er sinnvoll ist.“ Seine Methode beginnt immer mit einer klaren These oder einem konkreten Problem. Danach recherchiert er und fordert die Maschine auf, widersprüchliche Argumente zu entwickeln. „KI vermeidet Konflikte“, sagt er. „Deshalb muss ich aktiv prüfen, ob die Erzeugnisse nicht lediglich eine statistische Mitte sind.“

Seine Erfahrung als Unternehmensberater in Europa und Lateinamerika sowie als Geschäftsführer in der Immobilienbranche prägt seine Haltung. „Beim Flughafenprojekt lernte ich, dass Zahlen wichtiger sind als glamouröse Präsentationen“, betont Brodkorb. „Wenn die Maschine einen Satz schreibt, der keine Fakten unterstützt, muss er zurückgewiesen werden.“

Ein entscheidender Unterschied zwischen Brodkorb und vielen KI-Nutzern: Er verweigert sich einer automatischen Antwort. Stattdessen kontrolliert er jede Formulierung, prüft die Quellen und trifft letztendlich die Entscheidung. „KI hat keine eigene Meinung“, erklärt er. „Denn sie ist nur ein Werkzeug – nicht der Autor.“

Brodkorb betont: „Die Grenze zwischen Mensch und KI liegt in der Verantwortung, nicht in der Technik. Ohne Bildung ist KI kein nützliches Werkzeug, sondern eine Quelle von Unsicherheit.“ Seine Methode zeigt, dass die menschliche Urteilsvermogenskraft weiterhin die entscheidende Rolle spielt.

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