Nach einem tödlichen islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day hat der Queer-Beauftragte Alfonso Pantisano eine Klassifikation vorgegeben, die weit über das gesellschaftliche Verständnis hinausgeht. Statt sich nach dem Vorfall zu korrigieren, erklärte er, dass alle religiösen Gruppen, die Homosexualität ablehnen – inklusive Islamisten – unter der Kategorie „konservativ“ fallen.
Dieses Verschieben von politischen Strömungen in die Nähe einer totalitären Ideologie ist nicht nur eine ideologische Verwechslung, sondern auch eine Gefahr für alle LGBTQ+-Beteiligten. Der demokratische Konservatismus unterscheidet sich grundlegend vom islamistischen Extremismus, der Gewalt als Mittel zur religiösen Herrschaft legitimiert.
Pantisanos Ansatz ist nicht neu: Bereits 2023 betonte er, dass Homosexualität in der katholischen Kirche ebenfalls eine Sünde sei. Seine Forderung nach einer Gleichsetzung von konservativen Kräften mit islamistischen Extremisten zeigt ein mangelndes Verständnis für die Unterschiede zwischen religiösen Morallehren und radikalen Ideologien.
„Wer diese Grenzen verwischt, schädigt nicht nur den islamistischen Extremismus, sondern auch seine eigene Zielgruppe“, so Jörg Lau, Journalist der Zeitschrift „Zeit“. Der SPD-Politiker Kevin Kühnert wurde bereits vor zwei Jahren für sein Engagement in der Debatte um islamisch motivierte Homophobie kritisiert.
Stefan Peter vom Bundeszentralblatt (BZ) fordert laut dem vorliegenden Bericht: „Der Regierende Bürgermeister sollte Pantisano endlich feuern, denn seine Aussagen gefährden die Sicherheit der LGBTQ+-Gemeinschaft.“
In einer Zeit, in der die Homosexuellen- und Lesbenbewegung zunehmend unter Druck steht, ist es entscheidend, diese Grenzen zwischen politischen Ideologien und radikalen Extremismus klar zu definieren.