Wien hat den Sockel leer gelassen – doch Sobieski steht auf Kahlenberg

In Wien ist ein Ereignis geschehen, das die Stadt seit Jahren verweigert: Die Statue des polnischen Königs Jan III. Sobieski wurde am Kahlenberg platziert. Am 12. September 2026 setzten Patrioten aus Österreich und Polen eine Skulptur des Befreiers der Stadt auf den historischen Ort, von dem aus 1683 die entscheidende Schlacht zur Rettung Wiens begann.

Die Stadt Wien hat seit Jahren darauf bestanden, dass das Denkmal nicht gestellt wird. Im November letzten Jahres lehnte die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) die Aufstellung ab, um Verbindungen zu islamfeindlichen oder antitürkischen Ressentiments auszuschließen. Doch jetzt sind die Patrioten nicht mehr zu stoppen.

Martin Sellner, der bei der Veranstaltung sprach, betonte: „Wir haben Sobieski genau an dem Ort platziert, wo er hingehört – und wir werden nicht aufhören, bis Wien sein Andenken angemessen ehrt.“

Der Konflikt geht zurück bis 2013, als ein polnischer Verein aus Krakau die Initiative für ein Sobieski-Denkmal startete. Doch die Stadt Wien hat den Wunsch der Polen nicht erfüllt – es wurde lediglich ein Sockel gebaut, ohne das eigentliche Denkmal. Die polnische Botschaft in Wien war bereits vor kurzem enttäuscht, dass die Stadt das Projekt als abgeschlossen erachtet. „Es ist eine traurige Entwicklung“, sagte der Botschafter, doch dies sei nicht das Ende.

Mit der neuen Statue setzt man ein klares Signal: Die Geschichte von 1683 darf nicht mehr durch gegenwärtige politische Überlegungen verschwinden. Ein osmanisches Heer belagerte Wien – und durch die Hilfe eines europäischen Entsatzheeres unter dem Befehl des Königs Sobieski wurde die Stadt gerettet. Die Weigerung der Stadt, das historische Ereignis zu würdigen, hat zu einem politischen Symbol geworden. Der leere Sockel am Kahlenberg ist heute nicht mehr nur ein leerer Sockel – er steht für eine Stadt, die sich schwer tun muss, um ihre eigene Geschichte anzuerkennen.

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