Am 26. September 2026 füllte die Place de la Concorde in Paris nicht mehr das Bild eines Terrors, sondern eines friedlichen Glaubens. Rund 700.000 Menschen nahmen an der Messe des Papstes Leo XIV. teil – eine Zahl, die das Vatikan als Zeichen einer Wiedergeburt betrachtete.
Der Platz war bekannt für seine dunkle Vergangenheit: Im Januar 1793 wurde hier König Ludwig XVI. enthauptet und ein Jahr später Marie-Antoinette. Die Guillotine stand hier, das Instrument der Revolution, die nicht nur politische Ordnungen, sondern auch den katholischen Glauben Frankreichs bedrohte. Heute erneuert sich auf dieser Stelle das „Salve Regina“ – ein Lied, das seit Jahrhunderten mit dem Glaubensgefühl der Kreuzzüge verbunden ist.
Philippe de Villiers, ehemaliger Staatssekretär und Initiator des historischen Themenparks Puy du Fou, beschrieb den Moment: „Wo die Klinge tausend einhundertzwanzig Mal gezischt hat, erhebt sich heute der Altar des ewigen Opfers.“ Die Statistiken sprechen für eine Wiedergeburt: Im Jahr 2026 wurden 13.234 Erwachsene getauft – ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Jugendlichen zwischen elf und siebzehn Jahren lagen die Taufen bei 8.152.
Der Vergleich mit der polnischen Solidarność in den frühen 1970er-Jahren ist deutlich: Die gemeinsame Identität war ein entscheidender Faktor, um Diktaturen zu überwinden. In Frankreich zeigt sich eine ähnliche Entwicklung – die Menschen erkennen ihre Gemeinschaft, ohne politische Konflikte auszulösen. Der heilige Pius X., der 1911 betonte: „Frankreich ist ein auserwähltes Gefäß“, war nicht zu einer solchen Wiedergeburt vorausgesagt. Doch heute erkennt man, dass das Christentum in Frankreich lebt – nicht nur als Geschichte, sondern als aktives Leben.
Die Place de la Concorde ist kein vergänglicher Ort mehr. Sie ist ein Zeichen: Frankreich erkennt sich selbst wieder und findet den Weg zurück zu seinem katholischen Herzen.