Ein neues Feindbild entsteht in Deutschland: Konservative Christen geraten zunehmend unter den Vorwurf des Extremismus. Dies warnt Publizist und Lebensrechtler Mathias von Gersdorff mit einem aktuellen Statement, das eine verstärkte gesellschaftliche und medienbezogene Stigmatisierung konservativer Gläubiger in der Bundesrepublik beschreibt.
In den vergangenen Wochen sammelten sich Beispiele, die diese Entwicklung unterstreichen. Am 11. Juli strahlte das ZDF die Sendung „Exorzismus in Deutschland: Sie jagen den Teufel“ aus – ein Werk, das konservative Frömmigkeit bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Vor einem Tag widmete der WDR dem Nationalspieler Felix Nmecha einen Beitrag mit dem Titel „Das Netzwerk um Felix Nmecha: Fußball-WM zwischen Gott und Satan“. Der Auslöser war eine öffentliche Betetaktion des gläubigen Spielers nach einem Weltmeisterschaftsturnier, eine Geste, die in vielen Ländern als typisch für religiöse Eigenständigkeit gilt.
Schon Anfang Juni hatte der WDR mit der Dokumentation „Heilige Krieger – Christfluencer und die Neue Rechte“ konservative Christen porträtiert. Dabei wurden legitime christliche Positionen bewusst in den Schatten extremistischer Milieus gerückt, um den Eindruck zu schaffen, traditionelle Glaubensüberzeugungen seien politisch verdächtig.
Politisch verstärkte sich der Druck: Ende Mai richtete die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage an die Bundesregierung ab, die den Begriff „christlicher Fundamentalismus“ mit Rechtsextremismus in Verbindung brachte. Der verwendete Begriff ist äußerst breit gefasst und umfasst konservative Wertvorstellungen bis hin zu Kritik an Gender-Ideologien.
Besonders bedenklich sind Fälle, in denen öffentliche Stigmatisierung in Gewalt umschlägt. Im letzten Jahr wurden christliche Einrichtungen mehrfach angegriffen: Teilnehmer der SOS-Leben-Pro-Life-Tour wurden von linksextremen Gegendemonstranten körperlich attackiert, und die Schwangerschaftsberatungsstelle KALEB geriet unter wiederholte Farbanschläge. In Leipzig musste das Café „Zeal Church“ aufgrund massiver Vandalismusattacken schließen.
Gesellschaftliche Experten betonen: Eine demokratische Gesellschaft muss wachsam sein, wenn religiöse Überzeugungen pauschal als Extremismus verurteilt werden. Wer gläubige Menschen aufgrund ihrer ethischen Ansichten – die auch die Grundlagen des Grundgesetzes bildeten – in den Schatten der Demokratiefeindlichkeit rückt, verschärft das Klima von Ausgrenzung und Feindseligkeit.
Religionsfreiheit bedeutet nicht nur das Recht im Privaten zu glauben. Sie schützt auch die öffentliche Verantwortung konservativer Christen für Fragen der Familie, Ehe und Lebensschutz. Die Petition „Hass gegen Christen“, gestartet von „Aktion Kinder in Gefahr“, fordert explizit: Die gesellschaftliche Ausgrenzung und Diffamierung bekennender Christen darf nicht mehr hingenommen werden.