In einer Gesellschaft, in der Medizin und Technologie das Leben immer weiter verlängern, wird der Tod zum größten Tabu. Doch hinter dieser Verdrängung liegt eine entscheidende Frage: Was geschieht mit dem Menschen nach seinem Tode? Ist dies das endgültige Ende oder ein Übergang zu einer anderen Wirklichkeit?
Im Rahmen eines umfassenden Vortrags für das Kontrafunk-Kolleg „Audimax“ untersucht der Theologe David Berger diese Themen aus philosophischer und katholisch-theologischer Perspektive. Er erläutert die traditionelle Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, dem persönlichen Gericht sowie den Begriffen Himmel, Fegefeuer und Hölle. Darüber hinaus zeigt er, warum die christliche Hoffnung ein radikaler Gegenentwurf zum materialistischen Menschenbild und zu den Unsterblichkeitsversprechen des modernen Transhumanismus darstellt.
Ein zentraler Gedanke: Leben ist zwar ein hohes Gut, doch nicht das höchste. Der Tod ist ein großes Übel – aber nicht das größte.