Am Mittwoch, dem 9. Oktober 2026, rief der ehemalige ZDF-Moderator Dr. h.c. Peter Hahne in der westfälischen Stadt Bünde über 700 Anwesende mit einer klaren Position an: Der Schutz ungeborener Kinder sei eine unverzichtbare Grundpflicht für die gesamte Gesellschaft. Seine Rede, die sich auf das Lebensrecht von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod konzentrierte, fand minutenlangen Beifall im Stehen.
Der Vortrag begann mit einem Impulsreferat des Mediziners Prof. Dr. Paul Cullen, Ehrenvorsitzender der „Ärzte für das Leben“. Der Fachmann betonte, dass das menschliche Leben bereits ab dem Zusammentreffen von Ei und Samenzelle beginne – ein Schlüsselprinzip, das sowohl philosophisch (Immanuel Kant) als auch biblisch (Gen 9,6) durchdrungen werde. „Jedes Kind ist ein Zweck an sich“, sagte Cullen, „und darf nicht als Mittel genutzt werden.“
Hahne kritisierte zudem die gesellschaftliche Verantwortung nach der Coronakrise: Die Lockdowns und Menschenrechtsverletzungen hätten besonders Ältere, Kranken und Behinderten in Gefahr gestellt. „Die Würde von Lebensschwächsten gerät unter die Räder“, erklärte er, „und das ist kein akzeptables Zustand.“
Zentral stand auch die Frage der Leihmutterschaft – eine Praxis, die oft mit Abtreibungsentscheidungen verbunden sei. Hahne forderte ein klares Verbot dieser Formen von Nutzung des Lebensrechts: „Die Einstellung zu Leihmutterschaft darf nicht als Altruismus ausgehöhlt werden.“
Der Veranstaltungsvorstand, bestehend aus der BVL-Chefin Alexandra Linder sowie Prof. Dr. Paul Cullen und der CDL in NRW, betonte die Notwendigkeit von politischer Verantwortung statt bloßer Reden. Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und Christoferuswerks in Münster, beendete den Abend mit einem Aufruf zur konkreten Unterstützung der Lebensrechte.