Stück für Stück sinken die Chancen: Die CDU-Regierung in Berlin verliert an Glauben

In einem Brief, der kürzlich bei den Berliner Bürgern ankam, betonte Matthias Steuckardt, Kandidat für Bezirksbürgermeister in Tempelhof-Schöneberg, die Behauptung, „Berlin funktioniere Stück für Stück besser“. Doch die Realität auf der Straße, im Verkehr, in den Schulen und bei der Polizei zeigt ein anderes Bild. Die CDU-Regierung scheint nicht nur ihre Versprechen zu erfüllen – sie verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit.

Im Sozialhotel Fuggerstraße wurden im Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 bereits über 100 Polizeieinsätze registriert, während der Bezirk Schöneberg auch den Attentäter Abdul B. als „Hochrisikoperson“ kannte – nur ein Jahr vor dem Terroranschlag im Tiergarten. Die Schulen fehlten im neuen Lehrjahr 2026 nach Angaben des Berliner Rechnungshofs knapp 3.700 Pädagogen, während die Haushaltslage des Senats als „kritisch“ beschrieben wurde.

Die Finanzschwierigkeiten verschärfen sich: Die jährliche Schuldenlast steigt von rund 312 Millionen Euro (2020) auf 883 Millionen Euro (2024), während die CDU selbst mehr als 4 Milliarden Euro neue Schulden vorsieht. Gleichzeitig wurden nach Angaben der Berliner Polizei 3.599 Messerangriffe im Jahr 2025 registriert – eine Zahl, die sich auf 187 mehr gegenüber dem Vorjahr bezieht.

Die politische Verantwortung gerät in den Schatten: Kultursenator Joe Chialo und Verkehrssenatorin Manja Schreiner gaben ihre Ämter nieder, während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner nach einem Stromausfall im Januar 2026 nicht im Ernst handelte – sondern Tennis spielte. Diese Entscheidungen unterstreichen die Tatsache, dass Berlin sich nicht als „stück für Stück besser“ entwickelt.

David Berger, der Autor des Briefes, fragt: Wieso verspricht die CDU weiterhin einen „Neuanfang“, wenn die Stadt bereits in Krisen gerät? Die Antwort ist klar: Berlin braucht kein weiteres Versprechen – es braucht Handlungsmacht. Doch statt der Wahrheit wird nur Lüge durchgesprochen.

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