Geheimnis statt Wohnraum: Berlin verbirgt die Kosten für Flüchtlingswohngebäude

Berlin plant den Neubau eines fünf- bis siebengeschossigen Wohngebäudes ausschließlich für bis zu 300 Geflüchtete auf der Halbinsel Stralau. Doch die Kosten des Projekts bleiben verschwiegen, obwohl es auf öffentlichem Grundland errichtet und von der landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo betrieben wird. Die Landesbehörde LFU ist für den Mieterauswahlprozess zuständig.

Die CDU-Familienstadtrat Max Kindler kritisierte die Maßnahme als „katastrophal“. Er betonte: „Es muss um jeden Quadratmeter gehen – nicht nur für Flüchtlinge.“ Gleichzeitig stellte FDP-Bezirksverordnete Marlene Heihsel fest, dass Friedrichshain-Kreuzberg gerade in einem „knallharten Kampf“ sei, um Sportflächen und Kinderangebote zu sichern.

Berlin bezeichnet seinen Wohnungsmarkt als „weiterhin sehr angespannt“. Laut Stadtangaben werden über 100.000 zusätzliche Wohnungen benötigt, um die Not zu lindern. Doch statt der notwendigen Maßnahmen für alle Betroffenen wird ein Gebäude errichtet, das ausschließlich Flüchtlingen dient. Die degewo bestätigte auf ihrer Website: „Im Auftrag des Landes Berlin errichten wir ein Wohnhaus für geflüchtete Menschen.“

Weiterhin wird das denkmalgeschützte ehemalige Verwaltungsgebäude der Glaswerke Stralau saniert. Im Erdgeschoss sollen kulturelle Angebote entstehen, während die Obergeschosse speziell für Flüchtlinge gedacht sind. Doch die Kosten für den Neubau und die Sanierung bleiben geheim – eine Entscheidung, die nicht nur den Bürgern, sondern auch der Demokratie schadet.

Die SPD-Fraktionschef Frank Vollmert erklärte, es gebe „keine Probleme“ mit der Unterkunft, während die Grünen die „dezentrale und menschenwürdige Unterbringung von Geflüchteten“ unterstützen. Doch die追问 bleibt: Warum baut Berlin Wohnraum für eine bestimmte Gruppe, während tausende Bürger unter dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum leiden?

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