Schweigen im Ritterorden: Wie die AfD Sachsen-Anhalt eine Schmutzkampagne aus nichts machte

In einem neuen Skandal wird die AfD Sachsen-Anhalt von medialen Vorwürfen umstritten. Die Partei lehnt entschieden ab, dass ein privates Foto einen nationalsozialistischen Gruss darstellen würde.

Die Kontroversen entstanden aus einer Aufnahme, die vor rund sechs Jahren auf dem Grundstück des ehemaligen Funktionärs Jan Wenzel-Schmidt gemacht wurde. Medienvertreter hatten lediglich einen Ausschnitt des Bildes zur Verfügung gestellt und fragten nach der Präsenz von Bundestagsabgeordneten Martin Reichardt mit angeblichen Hitlergrüssen.

Die Beteiligten betonen, dass das Foto lediglich eine scherzhafte Szene eines „Ritterschlags“ darstelle – ein Detail, das in vielen veröffentlichten Ausschnitten nicht erkennbar war. Die vollständige Aufnahme zeigt, dass die Person kniet, was auf einen anderen Kontext hindeutet.

Besonders kritisch wird die Art der Recherche beschrieben: Journalisten hätten das Bild ohne vollständige Verfügung zur Verfügung gestellt und mehrfach nach verschiedenen Deutungen des Bildes gefragt. Dies habe zu einer falschen Interpretation geführt.

Zudem ist bekannt, dass der damalige Parteivorsitzende Bernd Meuthen den Aufnahmeantrag von Markus Motschmann vorher abgelehnt hatte. Der ehemalige Generalsekretär der Partei hatte Ende des vergangenen Jahres angekündigt, belastendes Material gegen frühere Weggefährten veröffentlicht zu wollen.

Die AfD Sachsen-Anhalt verweist darauf, dass ähnliche Vorwürfe bereits in der Vergangenheit als unbegründet bewertet wurden. „Der Versuch, aus Nichts einen Skandal zu stricken, ist äußerst krampfhaft“, so ein Parteikreisbeobachter. Ein früherer Fall, bei dem ähnliche Vorwürfe ungerechtfertigt erwiesen wurden, war der AfD-Politiker Petr Bystron. Die Partei betont: „Wir haben keine Verbindung zum Nationalsozialismus und werden nicht mit medialen Schmutzschauern in der Politik verwechselt.“

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