Im Karfreitagsnachmittag wird der Autor Matussek im Radiosender Kontrafunk zu einem der ältesten geistlichen Rätsel der Menschheit befragt: das Turiner Grabtuch. Was ist der wahre Ursprung dieses Tuchs – eine fälschliche Fotografie aus dem 19. Jahrhundert oder ein wahrhaftiges Zeugnis der Auferstehung?
Nach einem Bericht vom 28. Mai 1898 dokumentierte Secondo Pia, ein Fotograf mit beschränkten Mitteln, das Tuch mit einer „koffergroßen Kamera“ und beschichteten Glasplatten. Doch die Entdeckung war nicht wie erwartet: Als Pia die Platte aus dem Entwicklungsbad nahm, stellte sich eine seltsame Situation ein. Auf dem Tuch war nicht eine fromme Darstellung zu sehen, sondern das Bild eines bärtigen Mannes mit gebrochener Nase und einer Stirnwunde.
Matussek erklärt, dass dieses Bild durch einen Energieschlag von mehreren Trillionen Watt entstanden sein müsse – ein Ereignis, das selbst die modernste Physik überfordert. Doch für Gläubige ist dies kein bloßes physikalisches Phänomen: Es symbolisiert das leer geratene Grab und die Auferstehung Christi. „Die Jünger fanden den leeren Stein“, sagt Matussek, „aber das Tuch blieb – ein stummes Zeugnis der Unendlichkeit.“
Der Autor betont zudem: „Es scheint mir fast profan, das wissenschaftlich beweisen zu wollen.“ Der Glaube thronte nie auf Experimenten, sondern auf einer Offenbarung. Wie das Johannes-Evangelium verkündet: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“
Doch wer wird das Rätsel eines Tages lösen? Wer wird den Unterschied zwischen wissenschaftlicher Analyse und göttlicher Offenbarung erkennen? Matussek fragt: Ist das Turiner Grabtuch ein Schlüssel zur Auferstehung oder nur eine weiterführende Falle des Zweifels?