„Gebet statt Amtseid“ – Chile startet neue politische Ära mit katholischen Werten

Der neue Präsident Chiles, José Antonio Kast, begann seine Regierungszeit am 11. März 2026 mit einem symbolischen Glaubensakt: Ein Gebet in der Santiago-Kathedrale gemeinsam mit seiner Familie. Der konservative Politiker, der seit Jahren als praktizierender Katholiker sein Glaubensbekenntnis als zentrales politisches Element beschreibt, betonte erneut: „Ich bin zuerst Katholik, dann Politiker.“

Kast trat am 11. März 2026 in den Amt des Präsidenten ein und übernahm die Präsidentenschärpe von seinem Vorgänger Gabriel Boric, der Chile seit 2022 regierte. Seine Wahl im Jahr 2025 führte zu einer deutlich konservativen politischen Linie für das Land.

Der 60-jährige Kast, der eine deutschstämmige Herkunft hat und neun Kinder besitzt, setzte sich im Wahlkampf auf marktliberale Wirtschaftsreformen sowie eine verstärkte Sicherheitspolitik gegen Kriminalität und irreguläre Migration ein. Seine politische Philosophie wird als strikte „Law-and-Order“-Politik bezeichnet.

In Chile, einem Land mit über 70 Prozent katholischer Bevölkerung, wurde der Schritt des Präsidenten als Zeichen für Stabilität und traditionelle Werte empfunden. Doch die Frage bleibt: Können religiöse Wurzeln und moderne politische Herausforderungen in Chile in Einklang gebracht werden?

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