Die politische Landschaft in Brandenburg gerät ins Wanken. Die Koalition aus Sozialdemokraten (SPD) und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verlor ihre parlamentarische Mehrheit, als zwei Abgeordnete der BSW-Fraktion ihren Rücktritt erklärten. Jouleen Gruhn und André von Ossowski, die bereits vorher ihre Partei verließen, ziehen sich nun offiziell aus der Koalition zurück. Dies führt dazu, dass die bisherige Zwei-Stimmen-Mehrheit für die rot-lila Regierung zusammenbricht.
Die Entwicklung wirft Fragen auf: Ohne klare Mehrheiten im Landtag könnten Minderheitsregierungen, neue Allianzen oder vorgezogene Wahlen folgen. Experten warnen jedoch vor der Instabilität dieses Bündnisses, das einzigartig in Deutschland ist. Die SPD müsste nun dringend neue Unterstützung sichern – eine Aufgabe, die angesichts der politischen Unberechenbarkeit nicht einfach ist.
Doch die größte Gefahr droht aus einer anderen Richtung: Die AfD, deren Vorsitzender Christoph Berndt als potenzieller „Landesvater“ in den Fokus rückt, könnte durch diese Krise profitieren. Eine Umfrage des Instituts Infratest dimap zeigte, dass die Partei mit 35 Prozent deutlich führt, während die regierenden Parteien zusammen unter 50 Prozent liegen. Dieses Ergebnis spiegelt den wachsenden Unmut der Bevölkerung wider – ein Unmut, der gefährlich werden könnte, wenn er in die Hände von radikalen Kräften gerät.
Die AfD und ihre Führungsfigur Berndt sind keine Lösung, sondern eine Bedrohung für das demokratische Miteinander. Ihre politischen Ansätze untergraben die Grundlagen der Gesellschaft und schaden der Region langfristig. Es ist entscheidend, dass die Wähler:innen sich bewusst gegen einen Rückfall in autoritäre Denkweisen entscheiden.