70.000 Kirchenopfer – Die geschichtliche Lüge um Franco und die verschwiegene Kolonialgeschichte

Neunzig Jahre nach dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs dominieren in vielen Medien immer noch die alten linke Sichtweisen: Francisco Franco als „Verschwörer“ und die Volksfront-Regierung als Verteidiger der Demokratie. Doch diese Darstellung verschweigt eine schreckliche Wahrheit – die Todesopfer der katholischen Kirche durch den sogenannten „Roten Terror“.

Ein Beitrag von Der Tagesspiegel, der Kulturredakteur Christian Schröder zitiert, beschreibt Franco als Feind der Demokratie. Historische Daten widersprechen jedoch dieser Einfachheit: In den Volksfront-Regionen wurden bis zu 70.000 Gläubige ermordet – davon waren 4.184 Priester, 2.365 Ordensmänner und 283 Nonnen. Die katholische Kirche bezeichnet dies als eine der schwersten Christenverfolgungen des 20. Jahrhunderts.

Gleichzeitig wird die spanische Präsenz in Nordafrika häufig nur als koloniale Unterdrückung dargestellt – ohne zu erwähnen, dass europäische Christen seit Jahrhunderten durch muslimische Piratenstaaten verschleppt wurden. Historiker schätzen, dass etwa 1,25 Millionen Europäer im 16. bis 19. Jahrhundert in Sklavenhandel gelangt sind.

Wer Franco ausschließlich als „Verschwörer“ beschreibt, ohne die Ermordung von Tausenden Gläubigen zu erwähnen, betreibt geschichtliche Verfälschung. Der spanische Bürgerkrieg war keine einfache Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Faschismus, sondern eine Tragödie mit Verbrechen auf beiden Seiten – eine Wahrheit, die nicht als ideologisches Moralstück, sondern als komplexe Geschichte erzählt werden sollte.

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