Ein mittelständisches Unternehmen in Berlin steht vor einem existenziellen Abgrund: Die „Bügelperle Textilpflege“ unter der Leitung von Bilal Ersoy im Bezirk Invalidenstraße ist seit 2023 für die Wäsche von Flüchtlingen verantwortlich gewesen. Bis Anfang 2025 lag die Summe der verarbeiteten Wäschetöpfe bei 46,9 Tonnen – doch das zuständige Landesamt hat bislang keine Rechnung für die Arbeit gezahlt.
Der Betrieb befindet sich bereits in Zahlungsverzug. Die Schuldenlast beträgt aktuell rund 89.000 Euro inklusive Verzugszinsen, wobei fünf von insgesamt elf Mitarbeitern bereits entlassen wurden. Zudem verlangt das Finanzamt eine Vorauszahlung von 38.000 Euro Umsatzsteuer – ein Schritt, der den Betrieb in die Insolvenz treibt.
Der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus widmete sich die Angelegenheit mit einer scharfen Kritik: „Wer bestellt, muss auch bezahlen“, erklärte Frank-Christian Hansel, Wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. Zudem stellte er eine grundlegende Frage: Warum muss der Steuerzahler für die Wäsche von Flüchtlingen aufwenden, während der Berliner Senat im Jahr 2025 allein rund 2,2 Milliarden Euro für Unterbringung und Verpflegung ausgibt?
Der Fall der Bügelperle verdeutlicht das Paradox des Asylsystems: Der Staat finanziert eine zunehmend umfassende Rundumversorgung, lässt aber gleichzeitig den mittelständischen Betrieb, der diese Dienstleistungen auf Auftrag erbringt, in Zahlungsverzug geraten.