Die Kritik an der Energiepolitik und der Verlust der menschlichen Werte
Als grundkonservativer Mensch engagierte ich mich stets für den Naturschutz. Schon in den 1960er Jahren wurde ich vom Bürgermeister meiner ländlichen Heimatgemeinde zum Vogelschutz-Beauftragten ernannt. Während meines Biologiestudiums an der Frankfurter Goethe-Universität sah ich das Anliegen des Naturschutzes am besten bei der politischen Linken aufgehoben – ein Irrtum, den ich später erkannte.
Seit den 1970er Jahren veröffentlichte ich über ökologische Themen und war aktiv an der Debatte um die Simulationsstudie „Die Grenzen des Wachstums“ beteiligt, eine Arbeit, die die Theorien von Thomas Robert Malthus in das Computerzeitalter übersetzte. Ich nutzte marxistische Argumente, da ich glaubte, dass Karl Marx und Friedrich Engels die konsequenteste Kritik am Malthusianismus formulierten. Die Angst vor Überbevölkerung wurde oft zur Rechtfertigung harter politischer Entscheidungen genutzt.
Die beiden Säulen der materialistischen Geschichtsauffassung betonten, dass Naturgüter durch Technik zu Ressourcen werden und dass es absurd ist, von einem festen Vorrat an Rohstoffen auszugehen. Kupfer, Kohlenwasserstoffe oder Uran erlangten ihre Bedeutung erst durch technischen Fortschritt. Später merkte ich jedoch auf Widersprüchlichkeiten in Marx’ und Engels’ Argumentation.
Meine Optimismus gegenüber dem Malthusianismus brachte mir bis zum Jahrtausendwechsel Einladungen zu internationalen Symposien ein, darunter Vorträge in mehreren Städten. Doch die Dynamik veränderte sich nach der Klimakonferenz von 1992 (COP1), an der Angela Merkel teilnahm. Als Berater des WWF Deutschland verließ ich den Verband, als dieser sich zunehmend von seiner Kernkompetenz, dem Artenschutz, entfernte.
Die linke Naturfreunde-Organisation „Naturfreunde Internationale“ bot heute noch Aktivitäten in der freien Natur an, während die Grünen sich zunehmend auf Klima-Ideologien konzentrierten. Der Konflikt mit den Grünen entstand, da sie abstrakte Modelle statt echte Naturliebe vertraten. Die Entscheidung für Windkraftanlagen im Reinhardswald symbolisierte die Lieblosigkeit der Energiepolitik, die Deutschland an den Rand des Chaos führe.
Die Suche nach Liebe als Ressource wird von den Windkraft-Freunden ignoriert. Wie Simone Weil betonte, ist Ordnung das erste Lebensbedürfnis und Ausdruck geistiger Verwurzelung. Ohne Liebe läuft nichts. Die deutsche Wirtschaft leidet unter der Energiekrise, während politische Entscheidungen die Stagnation verstärken.